Tempolimit find’ ich gut.

Und hier sind meine Argumente

Ich bin eigentlich immer sehr gerne Auto gefahren. Eine Zeit lang habe ich im Außendienst gearbeitet, eine Zeit lang durfte ich vermeintlich tolle Karren fahren wie Ferrari & Audi R8, etc. (nicht im Außendienst…)

Da fuhr ich dann gerne auch mal schnell. Das erstmal vorab, weil Glashaus und eigene Nase.

Mittlerweile vermeide ich es total, ins Auto zu steigen, vor allem Autobahnen sind der blanke Horror. Da ich keinen SUV oder irgend eine andere fette Karre besitze, ist das Maximum bei mir ungefähr 150 km/h, danach würde alles auseinander fallen.
Auf dreispurigen Autobahnen sieht das dann ungefähr so aus für mich: Auf der rechten Spur cruisen LKW mit 80 km/h, in der Mitte finden wir die Golfs und 1er BMWs, die teilweise da schon 180 fahren und ganz links ist die Formel 1 unterwegs.

Ein Überholvorgang mit meinem Auto ist nahezu unmöglich, weil mir sofort ein Drängler im Nacken sitzt. Das passiert mittlerweile aber sowieso überall, unabhängig von Spur und Ort. Ich schleiche nicht, meistens bewege ich mich so um 130 km/h. Niemand (!) hält ansatzweise den Abstand ein, der nötig wäre. Ich fühle mich jedes mal genötigt und wenn eine Baustelle auftaucht, bei der 80 erlaubt ist, fahre ich 100 (weil sonst alle komplett ausrasten) und werde trotzdem überholt.

Da ich vorausschauend und achtsam fahre und noch nie einen selbst verschuldeten Unfall hatte, habe ich bisher Glück gehabt. Denn es passiert bei einer Stunde Autofahrt mindestens 3 mal, dass ich ausweichen muss, bremsen oder anderweitig reagieren.
Die Leute fahren über durchgezogene Linien, Blinker benutzt sowieso niemand mehr.

Ein weiterer Grund, dass mir das alles mittlerweile keinen Spaß mehr macht: Staus. Es ist ziemlich offensichtlich, dass wir zu viele Autos haben. Ich brauche mittlerweile, eigentlich fast egal zu welcher Uhrzeit, knapp eine Stunde nach Frankfurt (ich wohne ca. 13km Luftlinie entfernt). Entweder ist auf der Strecke ein Unfall oder Menschen verstehen wieder einmal nicht, wie ein Reißverschluss aussieht.

Klar, wenn ich in einem Stau stehe, bin ich Teil des Problems. Deshalb vermeide ich es mittlerweile auch so gut es geht. Zugegeben aber in erster Linie, weil’s mir auf den Sack geht, da rum zu stehen.

Und dann haben wir noch den Umwelt-Aspekt. Wir sollten langsam mal aufwachen, man sieht überall die Auswirkungen.

In angrenzenden Ländern ist das mit dem Autofahren auf Autobahnen eine ganz andere Sache. Durch ein Tempolimit ist der Verkehrsfluss vollkommen anders und – wie ich es erlebt habe – wesentlich besser. Da kann man mal den LKW überholen, ohne Todesangst zu haben. Und das finde ich ein ganz gutes Argument.

Jaja, ich weiß. Ich will wieder mal allen den Spaß verderben. 2019 ey, sexistisch darf man nicht mehr sein und jetzt muss man auch noch langsam fahren, echt ey…

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Photo by David Becker on Unsplash

Basti Verfasst von: